Das Askitario-Kloster, auch bekannt als Pantokratoras-Kloster, liegt etwa 1 km außerhalb des malerischen Dorfes Nymfes im Norden von Korfu. Es zählt zu den ältesten christlichen Denkmälern der Insel und ist ein faszinierendes Ziel für Wanderer, Geschichtsinteressierte und Naturliebhaber.
🕍 Geschichte & Legende
Das Kloster Pantokratoras bei Nymfes, im Volksmund meist Askitario genannt, gehört zu den ältesten geistlichen Orten Korfus. Bereits im 5. Jahrhundert soll der Eremit Artemios Paisios in einer Höhle oberhalb des Dorfes gelebt haben. Er widmete sein Leben der Askese, dem Gebet und der Abkehr von weltlichen Versuchungen.
Der Legende nach versuchten seine Eltern, ihn zurück in ein „normales Leben“ zu holen. Doch Artemios lehnte ab, grub sich stattdessen ein eigenes Grab und legte sich hinein. In diesem Moment löste sich ein Felsblock und verschüttete ihn. Für die Dorfbewohner war dies ein Zeichen göttlichen Eingreifens. Aus Ehrfurcht errichteten seine Eltern und spätere Gläubige eine kleine Kapelle an jener Stelle.
Im Jahr 1371 wurde das Kloster erstmals urkundlich erwähnt. Es entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem Ort der Einkehr für Mönche und Pilger. Sein Name „Askitario“ leitet sich von askesis (griech. für „Einsiedelei, strenges Leben“) ab, während „Pantokratoras“ den „Allherrscher Christus“ bezeichnet – ein Hinweis auf die ursprüngliche Weihe der Anlage.
Viele Besucher berichten von einer mystischen Atmosphäre rund um die Felsen und Höhlen des Klosters. Die Stille des Waldes, das Läuten der Glocke und die Überreste byzantinischer Fresken erinnern daran, dass dies nicht nur ein historischer Ort ist, sondern für viele bis heute ein heiliger Platz der Besinnung.
Auch die Lage selbst ist besonders: Das Askitario liegt auf einer Anhöhe mit Blick über das Dorf Nymfes und wird von Zypressen, Olivenhainen und einer ursprünglichen Vegetation umrahmt – ein perfektes Ziel für Wanderer, die Geschichte und Natur miteinander verbinden möchten.
🌿 Lage & Umgebung
Das Kloster befindet sich in einer bewaldeten Senke, umgeben von hohen Zypressen, Eichen und Kastanienbäumen. In der Nähe gibt es eine alte Olivenölpresse, die besichtigt werden kann. Einige Steinstufen führen zu einer kleinen Höhlenkapelle und einem Gedenkstein zu Ehren des Eremiten .
Vegetation rund um das Askitario-Kloster
Das Gebiet um Nymfes zählt zu den grünsten Regionen Korfus. Durch die vielen Quellen und Bäche ist die Vegetation hier üppiger als in anderen Teilen der Insel.
Besonders auffällig sind die weitläufigen Olivenhaine, in denen teils jahrhundertealte Bäume stehen. In den feuchteren Schluchten gedeihen zudem Platanen und Kastanien, die man auf Korfu sonst nur selten findet.
Die Hänge rund um das Kloster sind von Zypressen, Pinien und immergrünen Sträuchern wie Myrte, Mastixstrauch und Lorbeer durchzogen. Im Frühling verwandeln wilde Kräuter – Salbei, Oregano, Thymian und Rosmarin – die Landschaft in ein duftendes Blütenmeer.
Dank der hohen Luftfeuchtigkeit wachsen hier auch Farne und Efeu, die sich an den Felsen und Mauern des Klosters emporranken und dem Ort eine fast mystische Atmosphäre verleihen.
Diese Mischung aus typisch mediterraner Flora und wasserliebenden Pflanzen macht die Region um Nymfes zu einem besonderen Naturerlebnis – ideal für Wanderer, die Geschichte und Landschaft gleichermaßen entdecken möchten.
🏞️ Wanderung zum Askitario
Der Weg zum Kloster führt durch Olivenhaine und Obstplantagen. Eine mittelschwere Wanderung von etwa 9 km Länge beginnt im Dorf Omali und führt über das Kloster Agia Triada zum Askitario . Alternativ kann man auch direkt von Nymfes starten, indem man den Weg hinter dem Dorfplatz folgt.
🌿 Komoot Wanderung
Diese charmante Rundwanderung um das Askitario-Kloster bei Nymfes auf Korfu vereint griechische Gelassenheit mit landschaftlicher Vielfalt. Auf etwa 3,6 km (2,24 mi) und nur rund 100 m Höhenunterschied führt die Strecke über gut begehbare Wanderwege zu versteckten Highlights: einer stillgelegten Klosterruine, einem kleinen Wasserfall, einer ausgedehnten Kumquath-Plantage und einem zauberhaften Aussichtspunkt. Die Route ist technisch leicht und perfekt für Einsteiger und Genießer – ein erholsamer Spaziergang mit Tiefgang.
🌿 Lust auf die Wanderung?
Stell dir vor: du wanderst gemütlich aus dem malerischen Dorf Nymfes Richtung Kloster, über Sonnenlicht & sanfte Geräusche des Waldes, während die Luft nach Kiefern und Zypressen duftet. Kurz vor dem Ziel öffnet sich ein Panorama, das über grüne Hügel bis zum azurblauen Ionischen Meer reicht – ein Wow-Moment, der die Kamera herausfordert
Das verlassene Kloster, mit seinem Ruinengeländer und alten Zellen, erzählt spannende Geschichten: Hier hängt vielleicht eine kleine Fledermaus im Gewölbe, dort findest du die Überreste einer historischen Ölmühle . Jeder Schritt lädt ein, sich in die Zeit zurückzuversetzen.
Danach lockt ein kühler Pfad zum kleinen Wasserfall, wo das Plätschern erfrischt und zum Verweilen einlädt. Weiter geht’s zu den Kumquat-Plantagen, die in sattem Orange leuchten und eine ungewöhnliche, mediterrane Überraschung bieten.
Schließlich führt dich der Rundweg zum Aussichtspunkt – ideale Plätze für eine kleine Pause mit Snack und Weitblick. Zurück im Dorf lässt sich der Tag in der Taverne „O Prasinos“ ausklingen – direkt an der Strecke gelegen.
Diese Tour ist ein Genuss für Körper & Seele – fast ein Spaziergang, doch reich an Entdeckungen. Perfekt für deinen nächsten Korfu-Tag: Lass dich verzaubern von Kultur, Natur und dem griechischen Lebensgefühl. Viel Freude beim Erkunden!
🏛️ Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe
- Nymfes Wasserfall: Ein malerischer Wasserfall, der über einen Wanderweg erreichbar ist.
- Nymfes Dorfplatz: Bekannt für seine klaren Quellen, aus denen Einheimische traditionell Wasser schöpfen.
- Altes Perithia: Ein verlassenes Bergdorf mit gut erhaltenen Steinhäusern und Tavernen .
- Art Gallery Nymfes: Interview mit Arno Guveau und Einblicke in seine Kunstgalerie (u. a. 3D-Glasmalerei).
📌 Anfahrt & Besuch
Das Askitario-Kloster ist mit dem Auto oder Motorrad erreichbar. Parkmöglichkeiten befinden sich am alten Friedhof von Nymfes. Die Klosterruine ist frei zugänglich, jedoch sollte man beim Betreten vorsichtig sein, da einige Bereiche instabil sein können .
Ein Besuch des Askitario-Klosters bietet einen einzigartigen Einblick in die Geschichte und Spiritualität Korfus, eingebettet in eine beeindruckende Naturkulisse.










